Post aus Schwallistan

Bemerkungen und Analysen zu den schriftlichen Ergüssen des Herrn Franz-Josef Wagner aus der Bild-Zeitung.

Freitag, Juni 10, 2005

- Lieber Jürgen Klinsmann -

Herr W. schreibt:

Lieber Jürgen Klinsmann,
vor dem Confederations Cup, dem ersten ernsten Test vor der WM, düsen Sie mal schnell nach Kalifornien. 22 Stunden sitzen Sie im Flugzeug, am Sonntag müssen Sie wieder zurück sein. Sie haben einen Tag mit Ihrer Familie. Ich gebe Ihnen völlig recht, daß ein Tag mit der Familie wichtiger ist als Fußball. Die Kids wollen den Papa haben, ihn anfassen, riechen. Am liebsten haben die Kids, wenn der Papa sie hochwirft und sie auffängt. Dann kreischen sie vor Glück.


Ich frage mich wirklich: Warum sind Sie Bundestrainer geworden? Warum fliegen Sie alle zwei Wochen nach Deutschland und zurück? Warum verlassen Sie Ihr kalifornisches Glück, die Palmen, die Sonne?


Ich denke, daß Sie zerrissen sind wie wir alle. Sie wissen nicht, wo das Glück ist. Ganz, ganz ehrlich hätte ich schon gerne einen Bundestrainer, der weiß, wo das Glück ist.

So langsam fang ich an mir Sorgen um Herrn W. zu machen. Seine Briefe sind in den letzten Tagen so rational, so normal. Weder kitschig, noch pathetisch, noch lüstern. Schade. Ich glaub er will diese Seite hier sabotieren ;)

Herzlichst,

Ihr kaltes, klares Wasser

1 Kommentare:

At 22:47, Anonymous Smith said...

Hello,

I felt the urge to write this note, to thank you for highlighting these issues in here... I have tried to find out the same information in the local library and had not found half the stuff that you mention here.

Regards,
moral

 

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