Post aus Schwallistan

Bemerkungen und Analysen zu den schriftlichen Ergüssen des Herrn Franz-Josef Wagner aus der Bild-Zeitung.

Mittwoch, Juni 01, 2005

- Lieber Kanzler Gerhard Schröder -

Herr W. schreibt:

Lieber Kanzler Gerhard Schröder,
als Junge waren meine Manieren Jungs
gegenüber eher derb. „Rüdes Benehmen“ stand in meinen Zeugnissen.

Da hat sich ja dann nicht viel geändert.
Mädchen gegenüber war ich Schulhof-Rabauke äußerst reserviert und schüchtern. Ich glaube, ich dämpfte sogar meine Stimme, weil Mädchen weinen. Nie hätte ich einem Mädchen eins auf die Nase geben können.

Also waren Sie nicht nur äussert reserviert und schüchtern (was man zusammen auch als verklemmt bezeichnen könnte) sondern auch noch sehr sensibel. Letzteres ist ja nicht wirklich schlecht. Aber wieviele Jungs haben wirklich schon Mädchen eins auf die Nase gegeben?
Aber Sie, Kanzler, müssen nun Angela Merkel eins auf die Nase geben. Sie sind der erste Mann, der um die Macht mit einer Frau kämpft. Ich habe keine Erfahrung, wie man gegen Frauen kämpft. Man kann Honigsirup trinken. Dann ist man ein charmanter Mann.

Huh? Das ist nun aber wieder sehr wagneresque.
Nach meiner Ansicht hat keine Frau einen Anspruch auf uneingeschränkte Anerkennung. Ich denke, daß Kanzler Schröder gegen Frau Merkel kämpfen muß, als wäre sie ein Mann.

Wieso sollte auch irgendeine Frau diesen Anspruch haben!? Sollte man nur nett zu einer Frau sein oder sie wählen, NUR weil sie eine Frau ist? Es gibt halt Frauen und Männer die wegen ihres Verhaltens oder ihrer Leistungen Anerkennung verdienen. Aber nie nur wegem ihrem Geschlecht??
Das ist meine Meinung.

Das war offensichtlich.

Herzlichst,

Ihr kaltes, klares Wasser